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Dienstag, 07. November 2006
2006 telino
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Die
Sachsenflagge
Die schsische Flagge ist historisch gesehen noch recht jung. Ausgangspunkt
ihrer Farbgebung und damit ihrer Entstehung war eine Verfgung Friedrich Augusts
I. vom 22. Mai 1815.
Mit dieser Verfgung wurde Generalleutnant von Lecoq beauftragt, das Kommando
ber die damals am Rhein stehenden schsischen Truppen zu bernehmen und sie zu
reorganisieren. Punkt 7 der Verfgung legte fest, dass die bislang nur weie
Kokarde der schsischen Truppe mit einem breiten grnen Rand zu umgeben sei, um
Verwechslungen mit anderen Kontingenten aus zu schlieen.
Die Kunde von dieser Festlegung eilte dem Knig bei seiner Rckkehr in die
Heimat nach dem fr Sachsen wenig glorreichen Friedensschluss voraus: Dresden
stand bereits im wei-grnen Fahnenschmuck. Herbeigeeilte Leipziger Studenten
hatten sich mit wei-grnen Schleifen an den Revers geschmckt.
Soldaten trugen wei-grne Kokarden und die Beamten wei-grne Kordons an ihren
Hten. Die frischen Farben symbolisierten den Neuanfang nach den fr Sachsen
verlustreichen Befreiungskriegen. Der Freistaat Sachsen bernahm nach seiner
Grndung 1918 die wei-grne Flagge vom untergegangenen Knigreich. Seither
musste die Flagge zweimal staatlichem Totalitarismus weichen: Einmal ersetzten
die Nationalsozialisten sie durch die Hakenkreuzfahne, und nach der Auflsung
des Landes Sachsen und der Einrichtung dreier Bezirke als Verwaltungseinheiten
in der DDR wurde sie nach nur kurzer Nachkriegs-Renaissance gegen die Flagge der
DDR ausgetauscht. Ihre Tradition setzt sie nun seit 1990 wieder fort.
Das Sachsenwappen
Das Sachsenwappen geht auf die Herrschaft des Zweiges eines ursprnglich
unterelbisch-niederschsischen Frstengeschlechtes, der Askanier, im Gebiet
zwischen Harzvorland und Flming im 11. Jahrhundert zurck. Es besteht aus einem
neunmal von Schwarz und Gold geteilten Schild, der heraldisch gesehen durch
einen von rechts oben nach links unten verlaufenden grnen Rautenkranz
berdeckt wird. Das schsische Wappen leitet sich heraldisch vom anhaltinischen
ab, dessen Schild ebenfalls neunmal von Schwarz und Gold geteilt wurde. Die
Rauten im Sachsenwappen markieren hchstwahrscheinlich den um 1200 erfolgten
Verzicht der Herzge von Sachsen-Wittenberg auf die Stammlande ihres
Frstengeschlechtes in Niedersachsen-Lauenburg. In ihrer Formgebung entsprechen
die Rauten Schmuckformen des damals in Hochblte stehenden Architekturstils der
Gotik.
Als das Askanier genannte Herzogsgeschlecht derer von Sachsen-Wittenberg 1422 im
Mannesstamme ausstarb, verlieh der deutsche Kaiser Sigismund die Kur Sachsen
zusammen mit dem Herzogtum an den Markgrafen Friedrich den Streitbaren von
Meien. Zusammen mit der Kur Sachsen (dem Recht, als einer von sieben Frsten
den deutschen Kaiser zu whlen) ging damit auch das Wappen auf die Wettiner ber
und ebenso wie der Name "Sachsen" wanderte das heraldische Zeichen ein
betrchtliches Stck elbaufwrts. Im Laufe der Jahrhunderte ergnzten die
Wettiner das Wappen um Hermelin, den Lwen als Schildhalter und die Devise "Providentiae
Memor" ("Der Vorsehung eingedenk").
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Wappen des Landtages |
Wappen der Staatsregierung |
Bilderquelle: Sachsen.de
Der 1918 gegrndete Freistaat Sachsen knpfte wieder an das alte berlieferte
schsische Wappen mit Balkenschild und Rautenband an. In die Fortfhrung dieser
heraldischen Tradition stellte sich dann auch ab 1990 das Bundesland Sachsen.
Whrend die Verwaltung des Freistaates das Wappen in seiner schlichten, geraden
Form nutzt, markiert der Landtag seine schsische Herkunft mit einer barocken
Version des Zeichens. Es ist mglich, das Wappen mittig in die Sachsenfahne
einzufgen.
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Aus der Sicht des Betrachters verluft der Rautenkranz von links oben nach
rechts unten. Der Austausch von "rechts" und "links" entsteht dadurch, dass in
der Heraldik die Wappen aus Sicht des Wappentrgers beschrieben (blasoniert)
werden.
Das Schsische Landessignet - fr alle
Das Schsische Staatswappen ist ein Hoheitszeichen. Das heit, nur die
Schsische Staatsregierung, der Ministerprsident, der Prsident und die
Mitglieder des Schsischen Landtages und einige anderen Stellen (z.B. Behrden,
Gerichte und Notare des Freistaates Sachsen) drfen es verwenden.
Dies ist in der
Verordnung der Schsischen Staatsregierung ber die Verwendung des Staatswappens (WappenVO
) geregelt.
Verbnde, Firmen, Vereine und andere privaten Institutionen fragen hufig an, ob
sie das Schsische Staatswappen beispielsweise auf Briefkpfen oder im Rahmen
der ffentlichkeitsarbeit verwenden knnen, um ihre Zugehrigkeit zum Freistaat
Sachsen zum Ausdruck zu bringen. Die Schsische Staatsregierung hat daher 1993
ein Landessignet herausgegeben, welches gewisse Wappenassoziationen aufweist und
von jedermann auch als Herkunftszeichen - frei verwendet werden kann.
Bilderquelle: Sachsen.de
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Manchen Nutzern war dieses Landessignet zu modern und schlicht. Die Schsische
Staatsregierung hat daher zum 1. Januar 2005 die Einfhrung eines weiteren
Landessignets beschlossen. Dieses Signet, welches einen strkeren Bezug zum
Schsischen Staatswappen aufweist, steht daher ab sofort neben dem bisherigen
Landessignet zur freien Verwendung zur Verfgung. Das bisherige Landesignet kann
selbstverstndlich weiterhin verwendet werden.
Bilderquelle: Sachsen.de
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